
Wann kann man eine Mutter-Kind-Kur machen?
Eine medizinische Indikation ist die Voraussetzung für die Genehmigung einer Kur durch die Krankenkasse, d.h. es müssen Krankheit, Erschöpfung und familiäre Belastung vorliegen. Die Hausärztin, Hausarzt oder Kinderärztin bzw. der Kinderarzt bescheinigt in Attesten die Krankheiten und die Notwendigkeit der Kur.
Kann man sich selbst aussuchen, in welches Haus man geht?
Meist klärt sich erst im persönlichen Gespräch, welche gesundheitlichen oder anderen Probleme bearbeitet werden müssen. Die Therapie-Schwerpunkte sind in den Häusern sehr unterschiedlich. Und danach richtet es sich dann, welches Haus die Beraterinnen empfehlen. Sie berücksichtigen auch, welche Häuser die jeweiligen Krankenkassen belegen. Es gibt über 80 Mutter-Kind-Einrichtungen oder Mütter-Kurhäuser der Müttergenesung. Die Auswahl ist also da.
Was ist der Unterschied zwischen Vorsorge und Rehabilitation?
Der behandelnde Arzt am Heimatort gibt der Krankenkasse alle Informationen, die notwendig sind, um die Entscheidung: für eine Vorsorge- oder Rehamaßnahme zu treffen. Es entscheidet immer der Kostenträger, also die Krankenkasse oder der Rentenversicherungsträger, falls es sich um eine Rehamaßnahme handelt. Eine Vorsorgemaßnahme unterscheidet sich von einer Rehamaßnahme insbesondere in der Intensität der Behandlung. Je länger und je mehr Symptome eine Patientin aufweist und es deutlich wird, dass eine Erkrankung chronisch ist oder droht chronisch zu werden, desto eher ist die Reha angezeigt. Wenn also eine Patientin Beschwerden über einen Zeitraum von mehr als sechs Monaten hat und diese ihr tägliches Leben nachhaltig beeinträchtigen, dann reicht eine Vorsorgemaßnahme nicht aus. Bei einer Vorsorgemaßnahme wird besonderer Wert darauf gelegt, dass sich Erkrankungen gar nicht erst festsetzen können und Beschwerden verringert werden.
Was muss beim Arztbesuch beachtet werden?
Bevor ein Arzt aufgesucht wird, sollte eine Beratungsstelle aufgesucht werden. Dort lassen sich die wichtigsten Fragen vorklären. Hausarzt oder Hausärztin können den Gesundheitszustand einer Patientin und die Frage, ob eine Mutter-Kind-Kur oder Mütterkur notwendig ist, nur dann richtig beurteilen, wenn sie ihre Patientin auch kennen. Viele Frauen aber scheuen den Arztbesuch, weil sie zu wenig Zeit haben oder ihre Beschwerden nicht wahrnehmen wollen. Deshalb die Empfehlung: Nehmen Sie Ihre Krankheiten genauso ernst wie die Ihrer Kinder und suchen Sie den Arzt auf, wenn sie krank sind.
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